Eindrucksvolle Atmosphäre:
Einer der wenigen Zeugen die heute noch an den Bergbau auf Gold und Silber erinnern, der im Mittelalter im Fuscher Tal blühte, ist das „Lampenhäusl“. Hier wurden die Grubenlampen gereinigt, repariert, nachgefüllt und aufbewahrt.
Der Blockbau ist weitgehend in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben. Der Firstbalken trägt die Jahreszahl 1746. Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen, dass die Tradition des Hauses bis ins späte Mittelalter zurückreicht. Damals sollen in den Fuscher Bergwerken 150 Knappen beschäftigt gewesen sein. Bis zu 30 Gewerke, von denen die Rosenberg am bekanntesten sind, versuchten mit wechselndem Erfolg ihr Glück. Außer dem Lampenhäusl erinnern noch andere Flur- und Hausnamen an die Bergwerkszeit: das Herrenhaus, das Erzkauerhaus, das Sackziehhäusl, die Sackziehbrücke und die Knappenleiten. Ruinen der Knappenstuben und Mundlöcher der Stollen sind noch im Hirzbach, sowie am Brennkogel in ca. 3000m Höhe zu erkennen.
Naturereignisse, wie gewaltige Gletschervorstöße und die Ausbeutung der Lagerstätten waren die Hauptursache für den Verfall der Bergwerke, die um das Jahr 1600 zum 1. Mal eingestellt wurden. Im Jahr 1763 wurde der Bergbau wieder aufgenommen und noch genau 100 Jahre fortgeführt.
Das Lampenhäusl diente danach bis zum Jahre 1950 als Zulehen des Hirzbachgutes bis es von den Gebrüder Hans und Sebastian Oberreiter erworben und zur Kaffeestube umgebaut wurde. Dies ist der Ursprung des Lampenhäusls welches Hans-Günther Oberreiter 1982 von seinem Vater und seinem Onkel übernahm.
Seit 2004 führt Isabella Oberreiter-Nindl gemeinsam mit ihrem Mann Josef Nindl das Lampenhäusl weiter. Trotz, oder gerade wegen des großen Umbaues 2006 bildet das Lampenhäusl nach wie vor den Mittelpunkt eines gewachsenen Gastbetriebs und wird noch lange nicht nur als Namensgeber dienen.